Ein Urgestein der Videokunst

Ira Schneider ist ein Urgestein der Videokunst und doch immer noch ein Geheimtipp. Daran hat auch der Hannah-Höch-Preis, der ihm letztes Jahr für sein Lebenswerk verliehen wurde, wenig geändert. Ira Schneider ist als Künstler ein Autodidakt. Er hat nie Kunst studiert, war aber einer ersten, der mit einer Videokamera experimentelle Filme produzierte und neben Nam June Paik erstmals in Ausstellungen mediale Installationen aufbaute. Als Mitbegründer der Zeitschrift „Radical Software“ und langjähriger Präsident der massen- medienkritischen „Raindance Foundation“ hat er sich seit den 70er Jahren für die Videocommunity engagiert. Seit 1993 lebt Ira Schneider, der 1939 in New York geboren wurde, in Berlin und arbeitet an seinem umfangreichen Oeuvre, zu dem auch viele Dokumentarfilme gehören. In Texten von Künstlerfreunden, Ausstellungsmachern und Kunstkritikern sowie einer ausführlichen Biographie und rund 300, oft bislang noch nicht abgebildeten Fotos wird sein Lebenswerk beim ZKM dokumentiert.

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